Sweaterkleid und zickende Nähmaschinen

Sweaterkleid nähen

Eigentlich sollte dieser Beitrag mal nicht „content-getrieben“ sein – heißt: kein Tutorial, keine Tipps & Tricks, sondern ich wollte euch einfach nur mein neues Sweaterkleid zeigen :). Aaaaaaber das schicke Teilchen hat mich und meine Nähmaschine vor noch nie zuvor da gewesene Herausforderungen gestellt und somit dachte ich mir, dass ich meine neu gewonnenen Erkenntnisse in Sachen zickende Nähmaschine doch mit euch teilen sollte. Vielleicht kann sich der ein oder andere dann das scrollen durch sämtliche Google Ergebnisse nämlich ersparen :).

Der Schnitt – Sweaterkleid

Sweaterkleid Burda

Aber zurück zum Anfang. Entdeckt habe ich das Sweaterkleid in der April Ausgabe der Burdastyle. Online findet ihr den Schnitt auch hier. Generell trage ich Sweatshirts nur im Winter zum Sport und dann auch nur auf den Weg dahin. Allgemein bin ich nicht so der Pullityp. Aber das Sweaterkleid hat es mir dann doch irgendwie angetan. Lässig mit Sneaker, an kalten Sommerabenden schnell über die Hot Pant geworfen, konnte ich mir das Ganze dann ganz gut vorstellen. Auch fand ich die Idee mit den Ösen ganz schick. Je nach Style und Schuhauswahl lässt sich das Kleid so ganz gut variieren.

Die Länge mit einer Rückenlänge von ca. 90cm war sogar für meine Größe (ca. 1,81m) mal vollkommen ausreichend. Lediglich die Ärmel habe ich jeweils um 2cm verlängert und so passen diese auch genau. Mein Augenmaß hat mal wieder voll ins Schwarze getroffen 😀 .

Stoffauswahl

Sweaterkleid

Meinen passenden Sweat habe ich bei Stoff & Stil in Köln gefunden (findet ihr hier). Die Innenseite ist extrem flauschig und somit hält das Sweaterkleid auch gut warm. Eben ideal, um es in der Sommernacht kurz drüber zu werfen. Aber auch im Herbst / Winter kann ich mir das Kleid sowohl zum einkuscheln auf der Couch, als auch mit Strumpfhose für unterwegs gut vorstellen.

Das Nähen

Sweaterkleid

Ja, das Nähen… an sich war der Schnitt wirklich einfach umzusetzen. Jedoch würde ich die Nahttaschen früher einsetzen. Laut der Nähanleitung kommen diese erst nachdem man die Seitennähte schon geschlossen hat. Um weniger Gefummel zu haben, würde ich euch raten, die Nahttaschen vor dem Schließen der Seitennähte einzusetzen.

Auch würde ich beim zweiten Mal die Kapuze doppelt nehmen bzw. „füttern“. Trotz einer schönen linken Stoffseite ist jetzt natürlich die Naht in der Kapuze zu sehen.

Der Rest geht relativ einfach von der Hand – solange die Nähmaschine nicht zickt 🙂 .

Die zickende Nähmaschine

Wahrscheinlich lag es am Ende auch nicht wirklich an meiner Nähmaschine – aber von vorne.

Da ich keine Overlock besitze und Sweat ja gemäß seinen Eigenschaften zu den dehnbaren Stoff gehört, wollte ich das Kleid, wie auch schon bei meinem Jerseykleid, mit einem dehnbaren Zick-Zack Stich nähen. Verwendet habe ich eine 80er Jerseynadel. Zu Beginn lief auch noch alles ganz gut. Die Einsätze, auf die später die Ösen kommen, konnte ich wunderbar nähen und ich konnte sie auch noch an das Vorderteil anbringen. Dann ging es jedoch los. Zunächst hat sich mein Oberfaden ständig gekräuselt, dann war die Naht des Unterfadens locker und gegen Ende ist mein Oberfaden auch immer wieder gerissen.

Eine lockere, unsaubere Naht deutet ja meistens auf eine zu lockere Fadenspannung hin. Diese habe ich dann nochmal überprüft und siehe da – der Unterfaden war wirklich etwas zu locker. Das erste Problem war somit behoben.

Ein kräuselnder Oberfaden hingegen kann verschiedene Gründe haben. Zunächst einmal sollte man die Nähmaschine reinigen und komplett von Fusseln mit einem kleinen Pinsel befreien. Auch sollte man das Garn überprüfen, ob dieses nicht vielleicht schon zu alt ist (meines war aber neu). Dann kann es noch sein, dass bei eurem Nadelöhr vielleicht ein kleine Unebenheit entstanden ist, an der sich der Faden reibt – heißt also, auch die Nadel solltet ihr einmal wechseln. Ich habe alles probiert und es ging auch ein paar Probenähte lang gut – dann jedoch ist mein Oberfaden ständig gerissen.

Wenn euer Oberfaden reißt, kann dies auch zum einen an einer zu hohen Fadenspannung liegen. Diese war bei mir aber in Ordnung. Dann kann es auch hier sein, dass euer Garn einfach nicht mehr gut ist. Altes Garn kann man aber auch mit ein paar Tropfen Nähmaschinen-Öl beträufeln, um es reißfester zu machen. Auch solltet ihr überprüfen, ob euer Faden richtig in eurer Nähmaschine eingefädelt ist. Ein weiterer Grund könnte auch sein, dass durch, z.B. abgebrochene Nadeln, eine Unebenheit in euer Stichplatte entstanden ist. Dies könnt ihr am besten überprüfen, in dem ihr mit einer Strumpfhose über eure Hand gestülpt über die Stichplatte fahrt. Sämtliche Punkte fielen bei mir jedoch negativ aus. Dann bin ich aber noch darauf gestoßen, dass es auch an einer falschen Nadeln liegen könnte und dass diese einfach zu „stumpf“ für die Stofflagen ist. Da mein Sweat realtiv fest ist, bin ich dann auf eine Universalnadel umgestiegen und siehe da – es hat funktioniert 🙂 . Auch hat die Universalnadeln keine großen Löcher im Stoff hinterlassen.

Des Weiteren haben ich dann meine restlichen Nähte auch mit einem ganz normalen Geradstich genäht. Meine Zick-Zack Nähte waren mir an den Schulternähten plötzlich zu wellig und da der Pulli eh nicht wirklich gedehnt wird, habe ich auf die elastischen Zick-Zack Nähte verzichtet 🙂 . Bis jetzt ist auch alles gut und ich denke auch, dass er langfristig so halten wird. Wahrscheinlich wird es doch langsam mal Zeit für eine Overlock.

Mit welchen Zickereien eurer Nähmaschine habt ihr euch schon rumschlagen müssen? Bei mir war es ja scheinbar doch eher ein Anwendungsfehler und meine gute, über 20 Jahre alte Pfaff, geerbt von meiner Mama, läuft noch wie eine 1 🙂 .

Liebste Grüße

Eure Anja

Verlinkt bei: Creadienstag, HandmadeOnTuesday, Meertjes, Dienstagsdinge

Sweaterkleid

Sweaterkleid

Sweaterkleid

Sweaterkleid

4 Kommentare

  1. Wow, wie schön, sieht super aus! Ich mag vor allem die Schnürung oben, die ist ein tolles Detail 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Sandra

  2. Anja sagt: Antworten

    Dankeschön liebe Sandra! 🙂 Liebe Grüße Anja

  3. Mir gefällt das Kleid auch ausnehmend gut. Vor allem, wenn an so ein nettes Figürchen hinheinsteckt. Liebe Grüße Birgitt

    1. Anja sagt: Antworten

      Hallo Birgitt – oh danke! Du bist süß 😄🙈 Liebe Grüße Anja

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