Key Piece Dirndl – Ursprung des Dirndls

Hallo ihr Lieben,

wie ihr mittlerweile bestimmt mitbekommen habt, bin ich total im Dirndl-Näh-Fieber 🙂 .

Aber wenn wir doch mal ehrlich sind, gibt es auch kaum ein anderes Kleidungsstück in der jede Frau einfach bezaubernd aussieht. Ob groß oder klein, ob dünn oder mit etwas mehr auf den Hüften – ein Dirndl schmeichelt einfach jeder Figur.

Ursprung des Dirndls

Dirndl-naehen-rosa-Froschgoscherl

Die heutigen Variationen an Trachten haben allerdings nicht mehr viel mit der Ursprungsform des Dirndls gemeinsam. Im 19. Jahrhundert war das Dirndl vielmehr das Arbeitsgewand der jungen Mägde und musste dementsprechend strapazierfähig sein. Das Dirndlkleid bestand aus einfachen Baumwoll- oder Leinenstoffen und die Schürze wurde meist aus einer alten Bettwäsche genäht. Heutzutage sind die Dirndl eher aufwendig verarbeitet und strotzen nur so von kleinen Details. Seide, Tüll, Gold und viele  weitere Applikationen & Rüschen schmücken heute unsere Dirndlkleider und es ist (meiner Meinung nach 😉 ) zu DEM bayerischen Key Piece geworden, das mittlerweile auch über die Grenzen von Bayern und Österreich hinaus viele Frauen in seinen Bann zieht 🙂 .

Richtig schick wurde das Dirndl früher in den 30iger Jahren. Dort fand es v.a. bei den Städterinnen große Beliebtheit. Ja, das Dirndl wurde in der Stadt groß und nicht wie viele vielleicht meinen auf dem Land 🙂 . Wenn sich die damalige „High-Society“ auf den Weg in die Berge machte, um die frische Sommerluft zu genießen, wollten sie sich „vermeintlich“ ländlich kleiden. So war das Dirndl damals eher eine Interpretation der Städter für eine ländliche Kleidung.

Auch ist das Dirndl, wie viele vielleicht denken, noch nicht wirklich alt. Das Phänomen kam vor ca. 150 Jahren auf und kann somit nicht wirklich als eine „historische“ Tracht bezeichnet werden.

Hype Dirndl

Dirndl-selbst-naehen-rosa-seidenschürze

Historischer Ursprung hin oder her, so hat das Dirndl in den letzten Jahren doch einen wirklichen Hype und Wiederkehr erlebt. Egal, ob auf der Wiesn oder auf dem kleinen Dorffest – überall ist man „Schick in Tracht“ und das mittlerweile auch außerhalb von Bayern.

Auch mich hat der Dirndl-Hype vor ein paar Jahren gepackt (mit ca. 20 Jahren 🙂 ) . Und mittlerweile ziert schon das zweite selbstgenähte Dirndl meinen Kleiderschrank. Meine Gekauften habe ich verkauft. Denn wer braucht noch ein so „naja-passendes“ Dirndl, wenn man nun die Auswahl von zwei „Maßgeschneiderten“ hat  – und der Stoff für das nächste schon bereit liegt 🙂 .

Dirndl selbstgenäht – Schnittmuster und Stoffauswahl

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In einem meiner ersten Blogpost, habe ich schon über das Nähen meines ersten Dirndls berichtet (Blogbeitrag findet ihr hier). Bei diesem Dirndl habe ich wieder auf den gleichen Schnitt 150 von Burdastyle zurückgegriffen. Der Schnitt sitzt nach meinen 1-2 Anpassungen (Verlängerung der Taille, eigenes Schnittmuster für die Schürze) einfach so gut, da habe ich es mir dann „einfach“ gemacht 😉 . Genäht habe ich dieses Dinrdl allerdings schon im letzten Jahr. Damals noch mit blauen Froschgoscherln. Da mir diese aber dieses Jahr nicht mehr gefallen haben (typisch Frau sag ich da nur 😉 ), habe ich sie abgetrennt und mir neue Goscherln und eine neue Schürze genäht. Jetzt ist es so wie es haben will 🙂 .

Den Baumwollstoff habe ich im Alfatex in Köln gefunden. Ebenso die Seide für die Schürze und das Satinband für die Froschgoscherl. Leider habe ich den Stoff online nicht mehr für euch gefunden. Wie gesagt, ich habe das Dirndl schon bereits im letzten Jahr genäht.

Da nach dem Dirndl ja bekanntlich vor dem Dirndl ist und ich in diesem Jahr streng genommen noch keines genäht habe, liegt der Stoff für das nächste Dirndl schon bereit 🙂 .

Wie sieht es denn bei euch aus? Seid ihr schon für die Wiesn-Zeit gerüstet? Habt ihr euch schon einmal an ein Dirndl rangetraut? Teilt mir gerne eure Erfahrungen mit oder verlinkt eure wunderschönen Dirndl in den Kommentaren. Ich freue mich 🙂 .

Liebste Grüße

Eure Anja

Dirndl: selbstgenäht nach Burda-Schnittmuster / Bluse: Trachtengeschäft / Pumps: No Name

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6 Kommentare bei „Key Piece Dirndl – Ursprung des Dirndls“

  1. uund wieder eine tolle Variation! ganz ganz toll!
    bin etwas neidisch, dass du Dirndl etwas häufiger tragen kannst:-) ich trage meins auch gern, aber dann muss ich auch mit enorme aufmerksamkeit rehcnen, denn bei uns ,im Rheinland, NRW, siehst du sowas nie!
    was ich toll an der deutschen variante des Dirndls finde, man kann sich da unendlich an beschmückung austoben:-)

    1. Dankeschön!!! Deines sieht aber auch wirklich toll aus. Schön schlicht und klassisch! So eine Variante fehlt auch noch in meinem Kleiderschrank :).
      Ich kann dich nur zu gut vorstehen, da ich seit knapp zwei Jahren auch im Rheinland wohne und meine Dirndl jetzt nur noch auf den Festen bei Heimatbesuchen ausführen kann :).

  2. Liebe Anja,
    dein Dirndl gefällt mir echt super gut! Da ziehe ich den Hut, dass du dir als dein Amfangsnähprojekt auch gleich ein Dirndl ausgesucht hast! Wirklich sehr gelungen! Ich habe mich gleich mal durch deinen ganzen Blog gelesen und mag deinen Stil. Ein Dirndl steht auch noch auf meiner imaginären Langzeit-Nähliste… 😉
    Liebe Grüße Julia

    1. Hallo Julia,
      dankeschön!!! Das ist total lieb von dir und freut mich total 🙂 und ein Dirndl ist gar nicht sooo schwer, wie es vielleicht zunächst scheint 🙂
      LG Anja

  3. Hallo!! Sehr gute Anleitungen!!! Ich werde ein Dirndl für mich nähen. Olga aus Argentinien.

    1. Hallo Olga, ach das freut mich aber total!!! Du kannst mir gerne dein Endergebnis dann zeigen, wenn du möchtest 🙂 LG Anja

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