Hast du diese Woche schon genäht?

„Oh nein ich habe diese Woche noch gar nichts genäht. Über was soll ich nun schreiben und was soll ich posten?“

Sicherlich bin ich nicht die Einzige, die sich des Öfteren diese Frage stellt oder mal wieder erschrocken feststellt, dass man es mal wieder nicht geschafft hat, all seine Ideen umzusetzen und der Blog oder / und der Instagram-Account darunter leidet.

Jede Woche ein neues Teil zu nähen und zu präsentieren finde ich nämlich ganz schön beachtlich und habe wirklich meinen vollsten Respekt vor all denen, die das schaffen.

Ende Februar war ich in Frankfurt und habe an Julias ersten Couture Näh-Workshop teilgenommen. In den 3-4 Stunden hat uns Julia u.a. erklärt, welche verschiedenen Spitzenarten es gibt, woran man eine günstige von einer teuren Spitze unterscheidet und was man natürlich in der Verarbeitung mit Spitze beachten sollte. Vorneweg muss ich nochmal sagen, danke liebe Julia für diese wunderbaren 4 Stunden und auch danke an die anderen Mädels. Wir waren eine super Truppe und ich habe mich gefreut, so viele neue „Verbündete“ kennenzulernen (hier gehts zu den Blogs und Accounts der lieben Mädels: Melanie, Jenny, Gisela, Christiane ).

Auf meiner zweistündigen Heimfahrt von Frankfurt nach Köln habe ich den Tag noch einmal Revue passieren lassen und dabei festgestellt, wie viel Spaß es mir eigentlich macht mich mit aufwendigeren Techniken auseinanderzusetzen und das Handwerk „Nähen“ an sich im Detail zu verstehen und zu erlernen.

Warum ich nun so aushole – ich war irgendwie noch nie der große Basic oder Shirt-Näher. Klar, ich habe v.a. in letzter Zeit einige schnelle, einfach Oberteile genäht, die mir auch allesamt super gefallen. Aber ich muss leider auch zugeben, dass ein Hauptgrund dafür auch war, dass ich regelmäßig hier auf meinem Blog etwas für euch präsentieren kann. Natürlich hat es mir auch Spaß gemacht und v.a. das schnelle Erfolgserlebnis ist super – aber wie ich finde auch nur kurzzeitig und es flacht genauso schnell auch wieder ab, wie das Teilchen auch genäht war.

Das brachte mich wieder rum auch auf den Gedanken, ob Nähen denn wirklich immer so nachhaltig ist (jetzt auch mal unabhängig davon, wie der Stoff produziert worden ist) und eine so extreme Gegenbewegung gegen die Schnelllebigkeit in der Modeindustrie darstellt. Denn seien wir mal ehrlich – würden wir uns jede Woche ein neues Shirt, ein neues Top oder eine neue Bluse kaufen? Ich denke nicht unbedingt, aber ein Teil pro Woche ist doch mal schnell genäht – außerdem benötigt man ja auch etwas, dass man seinen Followern zeigen kann.

Versteht mich bitte jetzt nicht falsch, dass soll jetzt keine Kritik an die sein, die jede Woche etwas Nähen. Wirklich, ich würde das auch gerne schaffen und hätte auch gerne das Zeitmanagement 🙂 . Außerdem ist es ja unser Hobby, entspannt uns unfassbar, macht uns Freude und ermöglicht uns v.a. diesen wunderbaren Austausch untereinander.

Es hat mich nur selbst zum nachdenken angeregt und ich meine damit auch für mich den Grund gefunden zu haben, warum es Jersey oder Basics-Schnitte irgendwie einfach nie so richtig zu meinen Favoriten geschafft haben – das habe ich nämlich bis vor 2 Wochen noch nicht so wirklich für mich verstanden 😀 .

Ich habe es im letzten Jahr wirklich versucht, v.a. um euch hier immer up-to-date zu halten – aber ich muss auch sagen, dass meine Leidenschaft zum Kreativen dabei nicht so wirklich befriedigt wurde. Das wurde mir irgendwie an diesem Wochenende und den vier Stunden bei Julia im Atelier wieder bewusst.

Ich denke das ist auch der Grund warum mir das Dirndl nähen so unfassbar viel Spaß macht. Das Annähen des Futters oder des Saums mit der Hand, die handgezogenen Rüschen etc. – bei so einem Projekt bin ich einfach immer unfassbar stolz auf das Endergebnis und es entspannt mich ungemein. Ich weiß für andere ist genau das der Horror schlecht hin 😀 .

Ich werde in den nächsten Wochen mal schauen, wie ich das Ganze auch auf meinem Blog umsetzen kann. Denn ein paar schnelle Teile für zwischendurch wird es natürlich immer geben, v.a. wenn ich mir hoffentlich endlich mal bald eine Overlock angeschafft habe 🙂 . Aber ich hatte auch überlegt, ob ich euch evtl. mehr teilhaben lasse am Entstehungsprozess von längeren Projekten und darüber dann immer wieder mal blogge. Denn das Schreiben macht mir ja Spaß und ich möchte meinen Blog mit so viel Infos und Leben füllen wie nur möglich – aber ich möchte auch, dass in jedem Post ein kleiner Mehrwert für den ein oder anderen steckt 🙂 . Was haltet ihr davon?

Ich hoffe ihr konntet meine wirren Gedanken etwas nachvollziehen.

Nichts desto trotz möchte ich euch aber noch meinen schnell-genähten Oversizepulli von The Couture zeigen. Der Schnitt ist wirklich super, einfach und schnell genäht und die Passform ist 1A – danke liebe Kira. Mein Wollstoff hier ist auch von Zuleeg – was soll ich sagen – die Qualität ist wie immer der Hammer. Schaut auf jeden Fall mal im Onlinehop vorbei 🙂 .

Jetzt würde mich aber noch interessieren wie ihr über das Thema denkt? Und schafft ihr es wirklich jede Woche etwas neues zu zaubern? Falls ja – bitte verratet mir eure Tricks 😀 .

Liebste Grüße

Eure Anja

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23 Kommentare

  1. Liebe Anja,
    ich kann deine Worte so gut nachvollziehen. Auch ich fühle mich oft in meiner Kreativität gehemmt, weil ich von Blogpost zu Blogpost hetze und mich manchmal regelrecht gezwungen fühle noch ein schnelles Basicteil zu nähen, nur um mal wieder was neues posten zu können.
    Ich finde deine Idee mit dem Entstehungsprozess sehr spannend und würde sehr gerne darüber lesen.
    Ganz liebe Grüße
    Simone

    1. Anja sagt: Antworten

      Hey liebe Simone!! Danke für deinen Kommentar :). Ja, ich denke man stress sich manchmal wirklich viel zu sehr. Wie gesagt, ich finde es super, wenn es Leute schaffen, jede Woche etwas zu zaubern, denn schließlich ist es ja unser Hobby und je mehr Zeit man dafür hat umso schöner ist das Ganz ja. Ich habe mich nur persönlich auch immer gefragt, warum ich nie irgendwie das Bedürfnis hatte ein T-Shirt etc. zu nähen 😀 . Letztes Jahr wars dann auch endlich soweit und es ist auch super und geht schön schnell und macht auch Spaß aber irgendwie wusste ich dann auch nicht so Recht, wie ich euch das hier zeigen soll. Ich erkläre hier gerne wie ich was geändert habe, welche Technik ich verwendet habe oder möchte euch vielleicht komplizierte Schritte zeigen. Da ich gerne in jedem Beitrag zusätzlich zur Inspiration einen kleinen Mehrwert noch weiter geben möchte, fallen eben Basic-Teile oftmals raus 🙂 . Aber dann werde ich wirklich mal schauen, dass ich meine größeren Dinge in vielleicht 2-3 kleinere Beiträge aufteile 🙂 . Liebste Grüße Anja

  2. Hi Anja First off, what a great looking sweater! I absolutely follow your thinking- I’ve asked myself the same question… How sustainable can sewing my own clothes be if I’m sewing more pieces in a month than I would normally buy? Nina Julia Walter (IND Berlin) said „the most sustainable piece of clothing is a piece that is never bought“ I hope I got that quote right 😀 I took that to mean -upcycled clothing. I’m open to upcycling but I am also in love with fabrics like the lush velvet and princess-like brocades from Moods, and neulich beautiful lace as well (thanks, Julia Jamei). I, myself am trying to kill my stash or upcycle before I buy more (God help me when I go to England at the end of the month!). After I finish off my UFO’s (hem my Bergenia jumpsuit, hand stitch the lining to my Sapporo coat) I plan on making a Vintage Shirt Dress from Sew Over It out of my grandmother’s bedsheets (mixed feelings about that – kinda weird – kinda cool).

    1. Anja sagt: Antworten

      Hey Jennie!! Danke Dir!! Ja da hast du Recht. Wie gesagt, ich kaufe auch total gerne Stoffe und wenn Moods bei uns in Deutschland wäre würde ich wahrscheinlich völlig durchdrehen 😀 . Wie gesagt, ich finde das auch gar nicht schlimm. Ich selbst gehe nun nämlich auch so mal gerne shoppen und kauf auch manchmal echt zu viel 😀 . Aber mit dem Upcycling hast du so Recht. Das müsste ich selbst für mich auch noch viel mehr in mein tägliches „Nähen“ mit aufnehmen. Ich bin schon ganz gespannt auf dein Vintage Dress 🙂 – das wird bestimmt super!! LG Anja

  3. Liebe Anja,
    das habe ich mir schon oft gedacht, wie machen die das bloß. Kleidung nähe ich für mich einfach nur wenn ich was brauche. Taschen hingegen eher. Aber halt auch nicht immer für mich. Ich sehe es also genauso, generell fällt mir auf, das Follower schnell gehen, wenn es ihnen langweilig wird und nicht oft gepostet wird. Dein Pulli gefällt mir sehr, erinnert er mich doch an meine geliebten Flanellhemden.
    Liebe Grüße,
    Petra

    1. Anja sagt: Antworten

      Hallo liebe Petra!! Danke Dir! Ich denke wir wissen alle, dass es uns Spaß machen sollte und man sich keinen Druck machen sollte, aber, wie so oft, ist es halt immer leichter gesagt als letztendlich getan und umgesetzt 🙂 . Ich denke v.a. das Wichtigste ist, dass man den Spaß dabei nicht an der Sache verliert. Und ich habe nun mittlerweile für mich auch gemerkt, dass es einfach nicht realistisch ist wöchentlich etwas zu posten. Nicht unbedingt allein des Nähens wegen (deshalb schon auch 😀 ) aber es müssen ja auch Fotos gemacht werden und der Blogpost sollte ja auch ansprechend gestaltet sein und man möchte ja etwas vernünftiges vermitteln 🙂 . Danke Dir auch für dein liebes Kompliment zu meinem Pulli 🙂 . Liebste Grüße Anja

  4. Liebe Anja,
    ich habe vor kurzem die Erkenntnis gehabt, dass die Menschen sich sehr häufig(ausnahmen gibts ja immer) in 2 Kategorien unterteilen lassen- Menschen mit stark ausgeprägten linken- oder rechten Gehirnhälfte. Das hat zu folge, dass Sie dann entweder kreativ oder tehcnisch veranlagt sind. Ich bin absoluter techniker.ich sitze an jeder stelle des prozesses sehr lange und arbeite dran bis es schön und präzise wird. für einen kreativen menschen ist das nix. Ich bin gleichzeitgi ziemlich unkreativ,ich bin sehr schnell zufrieden,wenn mir einfach ein modell,was ich gesehen habe, gefällt. ich muss mich nicht selbst noch dazu ausdrücken,mich kreativ ausleben.
    An meinem Dirndl hab ich von april bis juli genäht!, dafür auch ca. 90% per Hand. So ein teil sitzt besser, fühlt sich besser an beim tragen. Mein Gucci-Mantel habe ich recht schnell für meine verhältnisse genäht, also 1,5 Monate. Dazu habe ich noch 6 tage gebraucht, um fotomaterial zu sortieren , zu ordnen und zu posten. wenn jemand meine posts zu selten vorkommen- ist nicht mein leser;-)

    1. Anja sagt: Antworten

      Hey meine Liebe!! Ja damit hast du so Recht. Ich liebe sowieso deine Beiträge. Ich finde es wahnsinn wie viel Geduld und Mühe du in deine Posts aber auch v.a. in deine genähte Kleidung steckst. Wenn ich mit meinen Skills irgendwann mal so weit sein werde wie du, dann kann ich echt mächtig stolz auf mich sein 🙂 . Liebste Grüße Anja

  5. A. Singer sagt: Antworten

    Man sollte sich nicht an der Zahl der Follower orientieren: lese viel in Näblogs aber „folge“ nie im klassischen Sinn. Habe eine private Lesezeichenliste. Es stört ich nicht, wenn jemand nur monatlich oder noch seltener postet. Ich strebe etwa 1 selbstgemähtes Kleidungsstücke im Monat an und kaufe wenig. Wenn man seine Kleidung abträgt, reicht das! Und ich gebe dir völlig Recht: Projekte, in die ich mehr Zeit investiere, trage ich dann auch länger und lieber.
    LG Anja

    1. Anja sagt: Antworten

      Hallo liebe Anja! Ja damit hast du natürlich Recht. Ich bin auch nicht der klassischer Follower und habe v.a. bei Blogs, ähnlich wie du meine Lesezeichen und ich selbst lese auch lieber vielleicht einmal im Monat einen Post, dafür aber mit umso mehr Inhalt und v.a. dazu habe ich selbst auch privat die Zeit. Ich kann gar nicht alles ständig online verfolgen. Leider macht man sich jedoch oftmals viel zu viel Gedanken um sowas, wobei man ja eigentlich weiß um was es geht – und das ist immer noch der Spaß an der Sache 🙂 . LG Anja

  6. Liebe Anja,
    ich lese sehr gern Deine Beiträge. Gerade Deine Beiträge zum Dirndl haben mich voll gefesselt. Dank Deines Blogs hab ich zwei hübsche Dirndlkleider für meine Tochter und für mich fabriziert, obwohl ich davor noch nicht mal wusste, wie so ein Dirndl überhaupt auszusehen hat. Und mir hat das so richtig viel Spaß gemacht – gerade auch weil man da so viel Hand anlegen muss.

    Manchmal nähe ich mehrere Kleidungsstücke pro Woche und dann mal wieder gar nichts, weil die Zeit einfach nicht da ist. Schließlich hat ja jeder noch ein Leben neben der Nähmaschine. Jede Woche etwas nähen zu müssen, nur damit man sozusagen „im Gespräch“ bleibt, ist doch unsinnig und diesem Stress sollte sich niemand unterziehen. Nähen soll Spaß machen und entspannen. Unter Zeitdruck kann und möchte ich zum Beispiel gar nicht nähen, dann passieren mir pausenlos Fehler und der Nahttrenner ist mein bester Freund.

    Sei lieb gegrüßt von
    Katharina

    1. Anja sagt: Antworten

      Hallo liebe Katharina! Oh mann das freut mich so, sowas zu lesen – das glaubst du gar nicht. Da geht mein Herz immer total auf!! Freut mich total, dass du hier gerne vorbeischaust und dass ich dir das Dirndl nähen näher bringen konnte! Dann habe ich alles richtig gemacht :). Und ja du hast so Recht unter Zeitdruck geht bei mir auch gar nix (außer bei meinen Dirndln, da bin ich iwie immer spät dran – haha) und wie du auch schon sagst, manchmal hat man keine Zeit und manchmal hat eben auch gar keine Lust grad etwas zu nähen. Ich denke auch, dass ich mir oftmals selbst viel zu viel Stress mache ohne Grund 😀 . Aber ich gelobe Besserung 🙂 . Liebste Grüße Anja

  7. Hallo liebe Anja,
    ja, solche Gedanken hab ich mir in letzter Zeit auch öfter gemacht. Bei mir schwankt das wirklich periodisch hin und her, ob ich Lust habe eher ein Basic zu nähen, was ich ständig tragen kann und was super schnell geht, oder ob es dann doch was Aufwändigeres wird, wie ein Rucksack, eine Jacke oder eine Jeans. Ich glaube manchmal braucht man einfach Abwechslung. Ich liebe es aber auch einer richtig detaillierten Anleitung zu folgen und Schritt für Schritt an mehreren Tagen zu sehen, wie mein Kleidungsstück richtig langsam Form annimmt.
    Was das eine Teil pro Woche angeht: Das finde ich auch beachtlich. Ich versuche 1 mal pro Woche zu bloggen, was aber mir nicht immer gelingt und was auch nicht heißt, dass 1 mal pro Woche ein neues Kleidungsstück entsteht. Ab und zu wird ja auch gestrickt, oder sonst wie gebastelt, oder es gibt eben ein paar neue Tipps zum Kreativsein, wenns mir grade rein läuft ;-). Manchmal hab ich auch richtig Energieschübe, da könnte ich den ganzen Tag im Nähzimmer rumsausen und es entstehen viele Sachen, und dann kommen wieder wochenlange Pausen, in denen ich einfach schlapp und unkreativ bin. Aber das kennt bestimmt auch jeder!
    Mach dir auf jeden Fall keine Sorgen, auch wenns hier mal ein bisschen ruhiger ist, wir bleiben dir treu 😉
    Liebe Grüße, deine Nina

  8. He Anja.
    Ich finde ein Teil pro Woche muss nicht sein. Ich nähe manchmal eines im Monat. Und versuche meinen Account anderweitig zu stopfen 🙂 ich möchte auch gar nicht so viel nähen weil es dann wieder zum Massenkonsum für mich wird und davon wollte ich gerne weg ❤❤❤ ich glaube auch dass du einfach das tun solltest was dich glücklich macht ich glaube du verlierst keine Leser oder follower wenn du nun einen etwas anderen weg einschlägst. Ganz im Gegenteil. Ich bin total gespannt und auf den Workshop bin ich cool neidisch das War sicher total spannend. ❤❤❤ deine Kerstin

  9. Hey meine Liebe. Die Fotos und dein Pulli sind wirklich riiiichtig toll geworden. Gefällt mir richtig gut. 🙂 Ich kann deine Gedanken gut verstehen. Ich schaffe es auch nicht jede Woche etwas zu nähen. Keine Ahnung wie man so etwas schaffen soll 😀
    Ich nähe im Gegensatz zu dir richtig gerne „Basics“, weil ich sowas auch in der Realität gerne trage 😀 Ich kombiniere gerne unterschiedliche Kleidungsstücke miteinander, sodass auch Basics nicht langweilig werden. 🙂 Und ich finde es toll den Basics doch das Gewisse etwas zu geben, durch besondere Stoffe oder irgendein kleines Detail wie der Blumenpatch bei dem hellblauen Pulli zum Beispiel. Ich finde es aber suuuuuper cool, dass du gerne so mega aufwendige Sachen wie zum Beispiel Dirndl nähst. Ich fände Blogbeiträge zur Entstehung zum Beispiel eines Dirndls richtig toll 🙂
    Hab noch einen schönen Abend <3 Liebe Grüße, Noreen

  10. Hallo Anja, danke für diesen tollen Post! Auch ich bin kein Jersey-Basic-schnellgenäht-Typ, außer ich brauche gerade etwas z.B. für den Urlaub. Ich habe viel mehr Freude an Annähern und Co 😉 dadurch poste ich auch seltener, und teile auf instagram manchmal Zwischenschritte. Ich will mich auch nicht verstellen, nur um interessant zu wirken. Deine Idee mit dem „Mitnehmen“ bei größeren Projekten finde ich super und freue mich darauf, das zu lesen!
    Liebe Grüße,
    Julia

  11. Da bin ich voll bei dir! Ich hab bei meinem Fazit zu 2017 ausgerechnet, dass ich 30 Teile für mich genäht habe. Das ist ja nicht mal jede Woche eins – aber bestimmt immer noch mehr als man eigentlich braucht. Ich finde, man muss nicht jede Woche für „Follower“ nähen, verstehe auch nicht, warum jemand die genähten Werke weniger interessant finden sollte nur weil weniger oft welche genäht werden. Hieß es nicht früher mal „willst du was gelten, mach dich selten“? Ich mache mir im Moment genau zu dem Thema auch so meine Gedanken und versuche, nur noch „Lieblingsteile“ zu nähen. Sachen die ich wirklich oft, gerne und stolz möglichst lange tragen möchte. Und auch lieber Teile, die mich handwerklich herausfordern, bei denen ich vielleicht noch was neues lernen kann. Aber egal wieviele Teile man hat oder näht, ich finde es auch total ok, einen vollen Kleiderschrank mit tollen Sachen zu haben, die man auch anzieht. Wenn man sich dann noch um die Herkunft der Stoffe Gedanken macht und up- und recycelt, ist das schon so viel mehr als 98% aller Leute tun! Viel zu viele laufen jede Woche zu H&M und Primark. Ohne auch nur ein bißchen drüber nachzudenken.

  12. ABNÄHERN natürlich 😀

  13. Guten Morgen du Liebe, heute Mal der frühe Vogel (4.52) 🙂 Ich kann mir allerdings auch Besseres vorstellen, als um vier aufzustehen. Du hast mir aus der Seele geschrieben. Für mich habe ich längst festgestellt, dass ich aufwendigere Projekte viel lieber mag. Ich erwische mich sogar bei den stillen Gedanken,…“das ist mir zu simple“. Da motiviert mich auch das x-te vorgestellte Teil bei Instagram nicht. Sofern es dann doch mal ein Basic Teil von mir gibt, kann ich mich nur selten motivieren, dass auf meinen Blog zu posten. Ich denke dann es ist viel zu einfach, als das es die Masse interessieren würde. Grundsätzlich schreibe ich in meinem Blog für mich. Natürlich freue ich mich über die Zahl der Besucher. Das die Zahl meiner Gäste ggf steigen könnte, wenn ich aktiver poste, darüber mache ich mir weniger Gedanken. Ich versuche bei meinen genähten Teilen immer etwas zum Entstehungsprozess zu schreiben, mal mehr – mal weniger. Das dazu erhaltene Feedback motiviert mich, in dem Stil weiter zu schreiben. Genau das sind auch die Blogpost, welche ich bei anderen Nähnerds lese. Es gibt nicht so wirklich viele Blogger, zumindest habe ich noch nicht die Masse gefunden. Daher sind deine Gedanken, lieber über Aufwenigeres zu schreiben und Entstehungsprozesse zu integrieren, fantastisch. Ich möchte immer gern dazu lernen und da gibt es auf den jeweiligen Plattformen nur eine begrenzte Anzahl von Leuten, die sich die Mühe machen uns am Entstehungsprozess teilhaben zu lassen. Manchmal ist weniger mehr… Achso, zwischendurch stelle ich mir auch die Frage, wie man es schaffen könnte, jede Woche ein neues Teil bei Instagram zu posten. Ich kann es nicht schaffen, neben meiner Arbeit gibt es auch noch Familie und Haushalt und erst wenn alles erledigt ist, dann habe ich die Ruhe für,s Nähen. Damit man mich auf Instagram nicht vergisst, Teile ich hin und wieder den Zwischenstand meiner Projekte. Liebe Grüße und ja bitte mehr von deiner handwerklichen Kunst, Birgit

  14. Liebe Anja,
    dein Pullover sieht richtig toll aus- der steht dir total gut. Ich freu mich schon, wenn ich endlich meine Zuleeg Stoff anschneiden kann.
    Deine Gedanken zu Fast Sewing – Fast Blogging kann ich total nachvollziehen. Ich bewundere die Näherin auf der einen Seite für ihre Zeit, anderseits frage ich mich, ob man das auch alles tragen kann? Ich hab mich eine Zeit lang auch von Fast-Sewing „anstecken“ lassen um was posten zu können und gemerkt, dass mich das gar nicht glücklich macht. Ich hab mich schon öfter dabei „erwischt“, dass ich die selbst genähte Kleidung dann doch nicht getragen habe. Liegt bei mir allerdings nicht daran ob es ein Basic Teil oder etwas Aufwändiges ist.
    Ich bin ja ein großer Fan von Patternhacks. Mein Nähbujo ist einfach voll mit Ideen, die ich nach und nach umsetzen werden, wie es gerade passt, was ich gerade brauche und wenn ich den richtigen Stoff dafür finde. Ich mag es mal etwas komplizierter an ein Teil ranzugehen. Dabei bewundere ich wirklich deine Leidenschaft für Dirndl.
    Ich finde es daher auch total spannend den Entstehungsprozess eines Kleidungsstückes mitverfolgen zu können und würde mich freuen dazu mehr zu sehen. Deine Gedanken zu dem Thema aufzuschreiben ist wahrscheinlich genau die richtige Weise um deinen Weg zu finden –wichtig ist vor allem, dass dir das Nähen Spaß macht.
    Liebe Grüße
    Laura

  15. Pamela sagt: Antworten

    Hey Anja,
    ich finde deine Gedanken super. Viel zu viele Blogger vergessen, dass sie für sich selbst nähen sollten und nicht für die Follower. Man spürt immer, ob jemand mit Herz genäht hat oder einfach nur für die Likes. Seiten, die andauernd nur probenähen oder voll von anderer Werbung sind, habe ich inzwischen komplett aussortiert. Sowas nervt mich und daraus kann ich für mich keinen Zugewinn ziehen. Da finde ich es viel besser, wie du schreibst, auch den Entstehungsprozess zu dokumentieren. Den Lesern ein aufrichtiges Feedback und Tipps geben. Oder, wenn man mal nicht so zum Nähen kommt, mal ein älteres Teil in einem anderen Outfit zeigen und darüber schreiben, ob es mit der Zeit ein Lieblingsteil geworden ist und warum – oder warum eben auch nicht. Finde ich zB viel interessanter als dauernd was Neues. Da wäre mir schon das Kleben und Abpausen zu doof. ?
    LG, Pamela

  16. Ohgott du sprichst mir so aus dem Herzen! Müssen wir mal auf der h+h drüber quatschen, denn ich hab mir auch überlegt:52 wochen im Jahr – 52neue Teile pro Jahr? Das ist ja schon eeeetwas übertrieben! Ich muss da auch noch einen gutem Weg für mich finden aber gerade verblogg ich echt oft Teile, die ich schon vor Jahren genäht habe, da hab ich vllt den Vorteil, dass ich lange vor dem Bloggen genäht habe… 😀 das schreib ich dann aber meistens auch dazu, also jede Woche ein Teil will ich gar nicht mehr „produzieren“, denn das ist es ja dann oft! Und ich denk mir echt oft: würdest du ohne den blog anders nähen oder andere Dinge nähen? Teilweise schon… Soll auch nicht falsch klingen, ich mag all meine Sachen und trage sie aber ohne den „Druck“ des Blogs im Hinterkopf würde man vllt doch eher mal was praktisches nähen, was auch nach nichts besonderem aussehen darf… Z.b. Brauch ich seit Ewigkeiten einen neuen Geldbeutel aber der ist halt weniger schick auf dem Blog als Kleidung, also rückt er immer weiter in die Ferne 😀

  17. Du hast natürlich Recht. Kein Mensch braucht jede Woche neue Klamotten.
    Aber ist es denn so schlimm nur einmal im Monat was neu genähtes zu zeigen?
    Lieber einmal im Monat mit Freude was wertiges genäht als wöchentlich was schnelles.
    Lieber Gruß
    Elke
    auch wenn dein Eintrag hier schon einen Monat alt ist 🙂 ich hab ihn trotzdem noch gelesen

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